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Gepardenschutz in Westafrika
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Ogran - Netzwerkfür die Geparden
Afrika › Nordwestafrica
Ogran
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Rachel Berzins

Das Netzwerk „OGRAN (Observatoire des Guépards en Région d'Afrique du Nord)“ hat sich zur Aufgabe gemacht die hochgradig bedrohten nordafrikanischen Geparden zu schützen und führt dazu verschiedene Programme unter Einbezug der lokalen Bevölkerung durch.
Die Situation der Geparden

Es wird geschätzt, dass zu Begin des letzten Jahrhunderts über 100.000 Geparden (Acinonyx jubatus) in mehr als 44 Ländern Afrikas und Asiens lebten. In mindestens 20 Ländern dieses natürlichen Verbreitungsgebietes sind sie heute ausgerottet. Die Zerstörung der natürlichen Lebensräume, Konflikte mit Menschen und der Verlust der genetischen Vielfalt innerhalb der geschrumpften Bestände sind die größten Gefahren, denen die Geparden heute begegnen. Die gesamte Population wild lebender Geparden wird derzeit auf lediglich 10.000 Individuen geschätzt, die zum Großteil auf dem afrikanischen Kontinent leben. Weiterhin befindet sich eine kleine Population im Iran, deren Bestandeszahlen jedoch ungewiss sind. Da die meisten dieser faszinierenden Tiere außerhalb von Nationalparks und Naturschutzgebieten leben, sind Konflikte mit Menschen und deren Haustierbeständen vorprogrammiert. In Namibia leben 95 % der Geparden auf Großfarmen. Häufig werden die Tiere in Schlingen oder anderen Fallen gefangen oder von Menschen getötet, da diese annehmen, die Geparden rissen ihr Vieh.

Der Gepard ist das weltweit schnellste terrestrische Säugetier und kann bis zu 110 km/h erreichen. Als wenig aggressive Großkatze bevorzugt sie Flucht vor Kampf. Mit ihren schwachen Kiefern und den relativ kleinen Zähnen, die der Preis für ihre Geschwindigkeit sind, können die Geparden sich nicht im Kampf gegen andere Großkatzen durchsetzen, und damit nur selten ihre Jungtiere oder ihre Beute gegen diese verteidigen.

Unsere Aktivitäten

Im Jahr 2005 wurde OGRAN von Francoise Claro, Awelys Vizepräsidentin und Präsidentin der Zoologischen Gesellschaft Paris, gegründet. Im Februar 2007 über nahm Awely die Koordination des Netzwerkes mit dem Ziel internationale Experten des Gepardenschutzes (sowohl aus Naturschutzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Zoos) zusammenzubringen, um Lösungen für den sehr kleinen Restbestand der nördlichen Unterarten (Acinonyx jubatus venaticus und A. j. hecki) zu erarbeiten.

Die erste Untersuchung, die von der Zoologischen Gesellschaft Paris (SZP), dem Naturhistorischen Museum (MNHN), der Französischen Entwicklungsgesellschaft IRD in der Termit-Region in Algerine, dem Park „W“ im Niger sowie in der Penjari-Region in Benin durchgeführt wurde bestätigte die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen in diesen Gebieten. Die Ziele sind nun, die Gefahren für die Geparden eindeutig zu klären, Schutzmaßnahmen einzuführen, Wildhüter zu schulen sowie die Konflikte mit der lokalen Bevölkerung durch gezielt Bildungsprogramme einzudämmen.

Renaud Fulconis, Geschäftsführer von Awely, besuchte die Projektregionen im Niger und in Benin, um die nächsten Schritte klarer zu definieren und mit den verschiedenen lokalen Partnern weitere Vorgehen zu besprechen. Im März 2008 organisierte Awely ein Treffen der Gepardenexperten zusammen mit der Wildtierbehörde Benin im Penjari Nationalpark.

Rachel ist Verhaltensforscherin und spezialisierte sich beim Forschungszentrum CE.R.F.E (Centre de Recherche et de Formation en Eco-éthologie) auf kleine europäische Beutegreifer. Für zwei Jahre arbeitete die junge Wissenschaftlerin bei der Zoologischen Gesellschaft in Paris, wo sie sich an dem Aufbau eines Schutzprojektes für Hainan Gibbons sowie Geparden beteiligte. Danach leitete Rachel das Monitoring nordafrikanischer Geparden im Verbund OGRAN (Observatoire des Guépards en Région d'Afrique du Nord) und führte eine Studie über die Gefährdungssituation dieser bedrohten Art in den Schutzgebieten Nord-Benins durch. Auch heute koordiniert sie ehrenamtlich für Awely das Netzwerk OGRAN. Seit 2007 ist Rachel darüber hinaus bei der französischen Jagd und Wildtierbehörde aktiv und befasste sich mit der Wiederansiedlung von Nerzen in Europa. Derzeit arbeitet sie in Französisch Guyana in verschiedenen Projekten zum Schutz der Meeresschildkröten.Mit Unterstützung des Zoos d'Amnéville, des Zoos de Doué la Fontaine und Safari de Peaugres.

Foto 1: Jérôme Tubiana (SZP/MNHN), 2 et 3: Rachel Berzins (SZP/Awely)    

 
 
 
 
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